Veranstalter:  Organisation: 
Ev.-luth. Kirchengemeinde Sambleben Rüdiger Wilhelm
Pastorentwete 2 Jasperallee 52
D-38173 Evessen D-38102 Braunschweig
Fon: 05333-425 Fon: 0531-347281
E-Mail: evessen.pfa@lk-bs.de E-Mail: ruediger.wilhelm@lk-bs.de


Foto: Prof. Dr. Reinhardt Menger

Foto: Prof. Dr. Reinhardt Menger

Konzerte 2012 an der Johann Daniel Boden-Orgel (erbaut um 1776),
31. Jahrgang

Pfingstmontag, 28. Mai, 17.00 Uhr 

Konzert für Sopran und Orgel

Danuta Dulska - Sopran, Rüdiger Wilhelm - Orgel

Danuta Dulska wurde in Gdańsk (Danzig) geboren. Nach dem Besuch des Musikgymnasiums absolvierte sie ihr Studium an der Staatlichen Musikakademie in Gdańsk in den Fächern Klavier, Sologesang und Schauspiel. Das Konzertexamen für Sologesang legte sie an der Hochschule für Musik in Dresden in der Klasse von Prof. Christian Elßner erfolgreich ab. Weitere Studien führten sie u.a. zu: Adele Stolte (Potsdam), Andrè Orlowitz (Kopenhagen), Neil Semer (New York), Helmut Kretschmar (Detmold). Von 1990 bis 1995 war sie als Dozentin für Liedbegleitung und später für Gesang an der Musikakademie Gdańsk tätig. Von 1996 bis 1999 war sie Ensemblemitglied an der Staatsoper Hamburg. Zurzeit arbeitet sie als Lehrerin für Gesang und Klavier an der Musischen Akademie im CJD Braunschweig sowie an der Braunschweiger Domsingschule. Seit 1989 tritt Danuta Dulska international als Konzert- und Oratoriensängerin auf, u. a.: in Deutschland, Polen, Holland, Finnland, Schweden, Frankreich, Russland, Tschechien und der Slowakei, wo sie auch bei Rundfunkaufnahmen und Live-Übertragungen mitgewirkt hat.

Rüdiger Wilhelm, 1951 geboren, studierte Kirchenmusik an der Westfälischen Landeskirchenmusikschule Herford und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seit 1979 ist er als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Braunschweig tätig, seit 1991 zusätzlich auch als Orgelsachverständiger. Er hat als Herausgeber von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts vielbeachtete Editionen vorgelegt und viele Schallplatten, CD- und Rundfunkaufnahmen durchgeführt.

Die weiteren Konzerte 2012 werden demnächst hier bekannt gegeben.

 

Disposition der Joh. Daniel Boden-Orgel
 
 

Hauptclavier (I C, D–d3)

Oberclavier (II C, D–d3)

 Pedal (C, D–d1)

Principal 8 Fuß Zinn 
Heute: Weißenborn 1966
Principal 4 Fuß Zinn 
Heute: Weißenborn 1966
Posaune 16 Fuß Holz
Heute: Kupfer  (Weißenborn 1966)
Viola di Gamb 8 Fuß Zinn 
(C-H ursprunglich mit Principal 8 Fuss zusammengeführt,  heute neu, Naturguß, gedeckt, Weißenborn 1966)
Gedackt 8 Fuss, die grosse Octave ist von Holz, die übrigen von Zinn Trompeta 4 Fuß Holz 
Heute: Metall (Weißenborn 1966) 
Octave 4 Fuß Zinn Flauto traverso 8 Fuß von Holz  Violon 16 Fuß Holz 
heute: Subbaß 16 Fuß Holz (Weißenborn 1966) 
Quer Flöte 4 Fuß Holz Waldflöt 2 Fuß  Metall Heute zusätzlich: Oktave 8 Fuß (Weißenborn 1966) 
Hohl - Quinta 3 Fuß Metall Quinta 1 1/2 Fuß Zinn
Octave 2 Fuß Zinn Sesquialter 2 fach (1/3 + 1/5 Fuß) Metall
Mixtur (3–)4 fach (2/3 Fuss) Zinn Vox humana 8 Fuß Metall
(ursprünglich ab fis, C–f Weißenborn/Giesecke 1966)

Trompete 8 Fuss, die grosse Octave ist von Holz, die übrigen von Zinn Eine vakante Schleife
2 Coppelregister
heute: Ow - Hw (Weißenborn 1968),
           Hw - Pedal (Weißenborn 1966 als Trakturkoppel, ursprünglich Windkoppel)

Tremulant
(Fa. Hammer/Franz Rietzsch 1976: Bocktremulant, wirkt aufs ganze Werk) 

3 Keilbälge, davon einer an den Ventus angeschlossen (1976) 

Winddruck 75 mm

Stimmton: a' = 453,7 Hz bei 18,5 Grad C
Jetzige Temperierung: Kirnberger III (seit 1980)
1993 Aufmessung des Manualpfeifenwerks

Literatur: Christian Eickhoff  und Franz Rietzsch: "Die Restaurierung der Boden-Orgel in Sambleben", in: Uwe Pape: Monographien historischer Orgeln - Sambleben, Berlin 1978. Uwe Pape: „Zur Restaurierung der Orgel in Sambleben“, in: Zur Frage der Restaurierung der Boden-Orgel in Sambleben, in: Acta organologica, Bd. 22, S. 286-290. Uwe Pape: Materialien zur Orgelbaugeschichte, Folge 1: Zur Restaurierung der Orgel in Sambleben (S. 1-15), Johann Daniel Boden (S. 16-28), Die Boden-Orgel zu Sambleben (S. 29-32), Berlin 1987 (masch.). Uwe Pape: "Zur Geschichte der Bodenorgel in Sambleben", in: Monographien historischer Orgeln 2 - Sambleben, Berlin 1978. Harald Vogel: "Sambleben", in: Orgeln in Niedersachsen, hrsg. von Nicola Borger-Keweloh, Günther Laade und Harald Vogel, mit Beiträgen von Arnfried Edler, Peter Golon, Rüdiger Wilhelm und Karl Wurm, Bremen 1997 (ISBN 3-931 785-50-5), S. 258-259, 357.

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